Prepaid Handy

Eine Alternative zu den Mobilfunk-Verträgen, die für gewöhnlich eine Mindestlaufzeit mit einer Dauer von 24 Monaten haben, sind die Produkte, welche unter dem Begriff Prepaid-Handy angeboten werden. Der aus dem Englischen stammende Begriff erläutert bereits den Unterschied: Prepaid-Handy-Tarife verrechnen die entstehenden Kosten nicht – wie es bei den Laufzeitverträgen geschieht – nachträglich, sondern die Kosten werden bereits beim Kauf im Voraus bezahlt. Weiterhin werden – von einigen wenigen Tarifoptionen abgesehen – hierbei keine monatlichen Grundgebühren angerechnet, worin der besondere Vorteil der Prepaid-Handys liegt: die sichere Kostenkontrolle. Wenn man auf der Prepaid-Basis telefoniert, kann es einem nicht passieren, von der Mobilfunk-Rechnung in unerwarteter Höhe überrascht zu werden, weil nur bis zur Höhe des vorher eingezahlten Geldbetrages telefoniert werden oder andere Dienste benutzt werden können.

Bei den Prepaid-Handys können die Prepaidkarten gesondert auch ohne ein Handy käuflich erworben werden. Des Weiteren ist bei einer Bezahlung des Kaufpreises für ein neues Prepaid-Handy in der Regel ein Startguthaben mit dabei. Wenn dieses Startguthaben aufgebraucht ist, dann muss die Prepaid-Karte für die Verwendung des Prepaid-Handys wiederum erneut aufgeladen werden. Zumeist sind die Prepaid-Karten zusammen mit einem kostengünstigen Handy und mit einem kleineren Startguthaben im Angebot. Bei Handys, welche etwas komfortabler sind, wird zumeist jedoch ein etwas höherer Preis verlangt. Dies hat den Grund darin, dass ein Mobilfunk-Provider sich darauf nicht verlassen kann, dass seine Prepaid-Handy-Kunden ihre Handys auch regelmäßig benutzen, darum fällt die Subventionierung der Handys sehr viel geringer aus als bei den Laufzeitverträgen, bei denen die monatliche Grundgebühr dafür sorgt, dass ein Umsatz vorhanden ist.

Weltweit gesehen waren im Juli 2006 von insgesamt etwa 2,3 Milliarden Mobilfunkverträgen circa 1,5 Milliarden Prepaidverträge. Hierbei sind vor allem in Afrika mit mehr als 90 Prozent und Osteuropa und Südamerika mit jeweils circa 80 Prozent führend. Hier in Deutschland haben 37,7 % der Handynutzer eine Prepaid-Handy-Karte.